Entstehungsgeschichte von Art of Vapor

 

 

 

Ich habe bereits mit 18 das erste mal vaporisiert, ein Freund hat etwas Weed in einem Reagenzglas erhitzt und mich den Dampf einatmen lassen. Obwohl es mich sehr angetörnt hat, war mir diese Konsumform nicht deutlich genug spürbar im Hals, als Raucher hatte ich damals noch das Bedürfniss, beim Kiffen was zu fühlen.

So blieb das Thema erstmal uninteressant und ich habe 16 Jahre Bong geraucht und dann 12 Jahre Purspliffs.

Dann habe ich eines Tages einen Vaporizer getestet, der mir ein ähnliches Gefühl gab wie das Rauchen, da er eine richtig volle Menge Dampf erzeugt hat und sehr gute Wirkung erzielte.

Auf Flucht habe ich keinerlei Einkommen oder Unterstützung gehabt und oft genug vom Flaschenpfand gerade so ein paar Kartoffeln kaufen können und so war es für mich unmöglich, mir so ein Gerät zu kaufen. zudem fand ich gewisse Details an dem Gerät nicht gut gebaut.

Wie schon oft habe ich mir daraufhin selbst einen entwickelt

 

Da ich ohne Kompromisse bauen konnte, habe ich ihn genau so entwickelt,  wie ich es wollte. Das Ergebnis ist ein bis ins Detail durchdachtes Konzept, um bequem, komfortabel, stilvoll und gleichzeitig mit höchster Wirkungsentfaltung zu konsumieren.

 

Während der Jahre die ich mich in Holland versteckt hielt, habe ich verschiedene Vaporizer gesehen. Merkwürdige Kästchen mit viel zu kleinen Schläuchen, monströse Küchengeräte mit ekelhaften Plastiksäcken, deren Preis einem den Schweiß in die Poren treibt oder an Lötkolben und Akkuschrauber erinnernde Apparate. Alle diese Geräte stellten mich nicht zufrieden. Bedingt durch mein Asthma ist jedoch die Konsumform des Dampfens für mich noch verträglicher als Cannabis pur zu rauchen. Daher machte ich mir Gedanken über ein Gerät welches keinen dieser Nachteile mehr hat, der für mich perfekte Vaporizer mit möglichst hohem Wirkungsgrad.

 

Ich experimentierte mit verschiedenen Materialien und Formen bis ich schließlich Ton als Werkstoff entdeckte – das war das einzig richtige Material, ich konnte damit nahezu jede Form verwirklichen. Aus Büchern über Brennöfen habe ich mir Informationen geholt und los ging es mit meinem ersten Brand. Mein Ofenmodell „Blechtonne“ lieferte jedoch nur zerfallene und gesprungene Reste ab !!!

 

Nach einigen Monaten hatte ich die Nase voll, da ich nicht ein einziges heiles Teil aus dem Ofen holte! Ich habe alles Töpferzeug in den kleinen Tümpel im Garten geschmissen und wollte nie wieder Ton anfassen. Nach kurzer Zeit begann es mich jedoch zu ärgern da aufgeben nicht meine Art ist und ich habe mich erneut ans Werk gemacht.

In der Nähe gab es eine Art Volkshochschule mit Töpferwerkstatt. Ich habe ein paar Teile mitgenommen und dort brennen lassen. Die Teile kamen perfekt aus dem Ofen und nun wußte ich, dass ich den Brennvorgang überarbeiten muss.

Der Erfolg war überwältigend - von alles kaputt, zu 100% gelungen in no time! Ich hatte das Gefühl, mir sind Flügel gewachsen. Egal was ich bauen wollte, alles gelang einfach.

Dennoch war der Ofen ein Provisorium und das Brennen der Glasur damit sehr schwierig.

 

Ein guter Freund bot mir an Geld zu leihen für einen richtigen Ofen - und los ging es zum Keramikhändler. Mit etwa 800 Euro hatten wir das allernötigste zum Bau eines Ofens und so hatte ich endlich einen richtiger Brennofen! Ich experimentierte fortan mit verschiedenen Formen bis ich eines Tages vor meinem geistigen Auge die Form des heutigen Vapongs „empfing“. Das endgültige Ergebnis war ein Vaporizer, bei dem der Kopf seitlich angebracht wurde. Wie bei einer Bong - Kopf abnehmen, stopfen, aufsetzen und ziehen.

 

Nachdem ich endlich mit meinem selbstgebauten Vaporizer und dem Design rundum zufrieden war, begannen bereits Freunde nachzufragen ob ich ihnen auch einen bauen könne - ruckzuck kamen ein paar Aufträge und ich konnte mein bescheidenes Hobby weiterführen und mein Leben auf der Flucht damit einigermassen finanzieren.

Im Jahr 2004 auf dem Cannabis Cup in Amsterdam habe ich dort meinen Vaporizer vorgestellt und fantastisches Feedback von Consumern und Juroren erhalten !

 

Mit der Anzahl von etwa 120 fertigen Vaporizern wollte ich im Jahr 2012 nach der Verjährung meiner Strafe den Anfang in die offizielle Geschäftswelt machen - doch ein verheerender Brand hat mir alles genommen was ich hatte, Werkzeuge und Einrichtung, alle meine fertig gestellten Arbeiten sowie meinen Jahresvorrat von 2 kg Cannabis.

 

Nach einiger Zeit in völliger Depression habe ich mich dann doch wieder aufgerappelt und mit Schraub- und Renovierungsjobs in Amsterdam sowie Spenden von Freunden einen Bauwagen finanziert und mir darin eine neue Werkstatt eingerichtet und mich langsam wieder hochgearbeitet.

 

Endlich war der Weg frei, um meine Arbeiten online anbieten zu können – schnell kam hervorragendes Kundenfeedback und meine Auftragsbücher wurden übervoll. Die Herstellung und Trocknung  sowie mehrmaliges Brennen erfordern einige Zeit, die Warteliste wurde immer länger. Obwohl ich nach Kräften daran gearbeitet habe, konnte ich kaum die Flut der Aufträge bewältigen.

Schon bald begann mein Sohn Felix sich für diese Arbeit zu interessieren und hat inzwischen von mir das Handwerk und die Technik des Vaporizer bauens erlernt und arbeitet inzwischen ebenfalls hauptberuflich für Art of Vapor. Seine Designs tragen seine eigene kreative und kunstvolle Handschrift.

 

Im Jahr 2018 haben wir die Art of Vapor GmbH gegründet, um uns noch weiter zu professionalisieren. Wir beschäftigen bereits weitere freie Mitarbeiter in der Produktion, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.